Alkalität

Mineralische Mörtel sind durch die Bindemittel Kalk und Zement stark alkalisch. Sie ätzen in feuchtem Zustand alkaliempfindliche Stoffe (Holz, Glas, Aluminium) und auch die Haut an
Abdichtung

Dauerelastische Fugen- und Stoßfugenausbildung mit Fugenband oder ggfs.
für nicht fest miteinander verbundene Bauteile
Anschlußprofil

Metallisches Profil zur sauberen Ausbildung am Putz- oder Dämmsystem
Anputzleiste

Spezielles PVC-Profil mit Schaumstoffrücken und Klebefläche.
Der dichtende Schaumstoffrücken wird an Fenster- oder Türrahmen aufgeklebt. Das PVC- Verbindungsstück bildet zum Putz hin einen sauberen Putzabschluss
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Stuck Steuhl
Letzte Änderung 03.06.06
© by Stuck-Steuhl
 
 
 
 
   Abdichtung     Abschlußprofil     Alkalität     Anputzleiste     Armierung     Aufbrennverhinderung
   Aufgehendes Mauerwerk    Außenputz    Bewehrung   Bitumen   Brandverhalten   Dämmstoffe
   Mineralischerputz   Mörtelgruppen   Oberputz   Putzarten   Putzgrund   Putzträger   Silikatfarbe
 
   DIBt    Dispersionsfarbe     Eckwinkel     Fasche     Fugendichtband    Gipskartonplatte    GOK
 
   Hellbezugswert   Innenputz   K-Wert    Kantenwinkel   Kellenschnitt    Kunstharzputz   Leibung 
 
   Silikonharzfarbe     Silikonharzputz     Stukkateur     Trockenbau      Unterputz      Wärmebrücke
Armierung

Im Unterputz oberflächennah eingebettetes Glasgittergewebe.
Ein Glasgittergewebe besteht aus verwebten Glasfäden und ist alkalistabil.
Aufbrennverhinderung

Ein dünner Grundieranstrich als Maßnahme, das Saugverhalten des Untergrundes
herabzusetzten, ohne die Diffusion merklich zu beeinträchtigen
Aufgehendes Mauerwerk

Mauerwerk oberhalb des Spritzwasserbereichs/Sockels. Als Sockel wird der Wandbereich von GOK (Geländeoberkante) bis ca. 30 cm darüber bezeichnet.
Außenputz

Außenputze schützen die Wand vor Witterungseinflüssen und erfüllen gleichzeitig Anforderungen
an die Gestaltung der Fassade.
Der Putz muß für erhöhte Beanspruchung im Außenbereich geeignet sein. Doch kann der Putz nur seine Funktion in Zusammenhang mit baulich konstruktiven Maßnahmen voll erfüllen. Dazu zählen z.B. genügend Überstand von Fensterbänken, ein ausreichender Dachüberstand zum Schutz vor zu starker Beregnung.
Bewehrung

Mineralische Putze sind gut auf Druck, aber weniger gut auf Zug zu belasten. Da bei Trocknung von Baustoffen, je nach Material und Trocknungszustand, unterschiedliche Schwundvorgänge auftreten, wird zur Verminderung der dabei zwangsläufig gegebenen Rißgefahr im Putz eine Bewehrung (Armierung) eingebaut. Sie besteht aus Glasgittergewebe oder verzinktem Draht und soll im oberen Drittel des Unterputzes eingebettet sein.
Bitumen

Bitumenanstriche oder Bitumendickbeschichtungen dienen zur Abdichtung von Putzflächen aller Art im unterirdischen Bereich zum Schutz vor Sicker- oder drückendem Wasser.
Brandverhalten

Baustoffe werden je nach Brennbarkeit in verschiedene Baustoffklassen unterteilt.

A1 = Nicht brennbar
A2 = Nicht brennbar mit brennbaren Anteilen
B1 = Schwer entflammbar
B2 = Leicht entflammbar
Dämmstoffe

Baustoffe, die in geschlossenen Zellen Luft speichern und dadruch die Wärmeübertragung von einer Bauteilseite zur anderen mindern.

Die zwei Hauptarten von Dämmstoffen sind Polystrol-Hartschaum und Mineralwolle.
DIBt

Deutsches Institut für Bautechnik,
oberste Bauaufsichtsbehörde mit Sitz in Berlin (früher IfBt)
Dispersionsfarbe

Dispersionsfarben enthalten als Bindemittel eine Kunststoffdispersion, beispielsweise Polyvinylacetat, Polyvenylpropionat oder Styrol/Acrylat in Wasser. Die Verfestigung geschieht nicht durch Reaktion, sondern nur durch eine Filmbildung nach Verdampfen des Wassers.
Als Grundierung werden organische Harzlösungen oder Kombination mit Siliconharz verwendet.
Eckwinkel

Metallisches Profil, verzinkt mit PVC-Kante oder ganz aus Edelstahl, zur geraden Ausbildung
von Ecken und als Stoßschutz von Ecken bei geputzten Flächen.
Fasche

In Struktur oder Farbe abgesetzter Streifen um Fenster und Türen.
Fugendichtband

Dauerhaft expandierendes Kunststoffband zur Abdichtung verschieden breiter, entsprechend vorbereiteter Gebäudefugen.
Gipskartonplatte

Die Gipskartonbauplatten bestehen aus einem Gipskern, der einschließlich der Längskanten mit Karton ummantelt ist. Die Querkanten sind Produktionsbedingt nicht ummantelt.
Gipskartonplatten werden im kontinuierlichen Betrieb auf großen Bandanlagen hergestellt. Der gemahlene und gebrannte Gips wird mit Wasser und Zusatzstoffen angemacht, auf den unteren Kartongespritzt und zusammen mit dem oberen Karton zur Platte geformt.

Für verschiedene Anwendungsfälle werden verschiedene Platten hergestellt:
• Gipskarton-Bauplatte GKB -                           
Farbe: weiß bis gelblich   - Schrift: blau
• Gipskarton-Feuerschutzplatte GKF -              Farbe: weiß bis gelblich   - Schrift: rot
• Gipskarton-Bauplatten-imprägniert GKBi -    Farbe: grünlich                  - Schrift: blau
• Gipskarton-Putzträgerplatte GKP -                 Farbe: grau                        - Schrift: blau
GOK

Kürzel für Gelände-Oberkante, auch Erdreich-Oberfläche genannt.
Hellbezugswert

Dunkle Farbtöne nehmen mehr ultraviolette Strahlen auf und erwärmen sich dadurch stärker als helle.
Der Hellbezugswert ordnet die Farbintensität nach Zahlen: 1= Schwarz bis 100 = Weiß.
Fachleute können daraus Schlüsse über Aufheizung und Bauteilverformungen ableiten.
Farbtöne auf WDV-Systemen mit Hellbezugswerten < 40 sind problematisch,
Hellbezugswerte < 20 sind nicht erlaubt!
Innenputz

Innenputze werden in der Regel als Gipsputze (Mörtelgruppe IV) ausgeführt und können als Untergrund für Tapeten, Strukturputze oder sonstiger Wandbeläge dienen.
Gipsputz beeinflußt das Raumklima durch seine physikalischen Eigenschaften günstig
(Aufnahme und Abgabe von Wasserdampf).
An stark beanspruchten Gebäudeteilen wie Treppenhäusern, Keller, Bäder oder Feuchträume kommen auch Putze der Mörtelgruppe I bis III zur Ausführung.
k-Wert

Der Wärmedurchganskoeffizient (k-Wert) ist die Kenngröße, mit der der Wärmeverlust durch ein Bauteil beschrieben wird. Kleine k-Werte stehen dabei für eine hohe und große k-Werte
für eine schlechte Energiebilanz.
Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt diejenige Wärmemenge an, die in einer Stunde durch 1m² Wandfläche von der Dicke d bei Beheizung hindurchgeht, wenn die Temperaturdifferenz der angrenzenden Luftschicht 1 K beträgt.
Kantenwinkel

Ist ein PVC-Eckprofil mit Glasgitter-Gewebestreifen diverser Breite, 90° gewinkelt, zur Eckausbildung z. B. an Leibungen, die glatt abgerieben werden.
Kellenschnitt

Trennschnitt (Sollbruchstelle) im Putz, an Stoßstellen zu anderen Bauteilen.
Kunstharzputz

Kunstharzputze sind organisch gebunden. Sie bestehen zu ca. 82% aus mineralischen Materialien (Quarz, Marmor oder Kalkstein), zu ca. 10% aus Wasser und zu ca. 8% aus Bindemitteln unter Zusätzen von Dispersionen, Additiven und Konservierungsmitteln. Diese Zusammensetzung kann durch die Korngröße, Struktur und je nach Hersteller variieren und dient lediglich als Orientierungshilfe. Die mineralischen Bestandteile besitzen überwiegenden Kornanteil >0,25 mm.
Leibung

Als Leibung bezeichnet man die geputzten Flächen seitlich und oben an Gebäudeöffnungen.
Mineralische Putze

Putze aus mineralischen Bindemitteln werden in die Putzmörtelgruppen PI (Kalkputz) bis
P IV (Gipsputz) eingestuft und als mineralische Putze bezeichnet.
Die folgenden Putzarten zählen zu den Mineralischen Putzen:

  •  Kalkputz
  •  Kalkgipsputz
  •  Kalkzementputz
  •  Zementputz
  •  Gipsputz
  •  Gipskalkputz
Mörtelgruppen

Die Putznorm (DIN 18550) unterscheidet 5 Putzmörtelgruppen, die eine Klassifizierung nach dem Bindemittel und der Putz-Druckfestigkeit vornehmen.

• P I     Bindemittel Kalk - Ohne Druckfestigkeitsanforderung bzw. 1,0 N/mm²
• P II    Bindemittel Kalk, Zement und Mauerbinder - Mörtel-Mindestdruckfestigkeit 2,5 N/mm²
• P III   Bindemittel Zement - Mörtel-Mindesdruckfestigkeit 10,0 N/mm²
• P IV  Bindemittel GipsMörtel - Mörtel-Mindestdruckfestigkeit 2,0 N/mm²
• P V   Anhydrit-Binder (vorrangig Estrich-Bindemittel) -  Mörtel-Mindestdruckfestigkeit 2,0 N/mm²
Oberputz

Der Oberputz ist die dekorative und strukturgebende Putzlage eines Putzsystems. Beim Innenputz bildet der Oberputz die feinkörnige, geglättete oder gefilzte Deckschicht, die eine evtl. Rauhigkeit des Unterputzes ausgleicht.

Beim Außenputz stehen das optische Erscheinungsbild sowie gestalterische und dekorative Elemente im Vordergrund. Die technische Funktion bzw. die bauphysikalische Anforderungen eines Außenputzes beinhaltet die Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen und witterungsbedingten Beanspruchungen. Wegen der wechselseitigen Beanspruchung aus der thermischen Belastungen muss der Oberputz über eine gewisse Elastizität verfügen, um evtl. auftretende Spannungen überbrücken zu können.
Putzarten

Man unterscheidet folgende Putzarten:

  • Kalkputz (PI) - Vornehmlich bei biologischen Anforderungen innen und außen.
  • Kalk-Zementputz (PII) - für Außenputz und Feuchträume innen.
  • Zementputz (P III) - im Sockelbereich bei Steindruckfestigkeiten 6 N/mm2.
  • Gipsfertigputz (P IV) - im Innenbereich.
  • Anhydritputz (P V) - nur noch selten im Innenbereich.
Putzgrund

Der Untergrund, auf den geputzt wird. Auch Wandbaustoff oder Wandbildner genannt.
Putzträger

Verzinkter, kleinmaschiger Gitterdraht, Streckmetall, Rohrmatten etc., die bei nicht tragfähigem Putzgrund (z.B. Altputz, Anstrich, Holz, Metall o.ä.) mittels Dübel mechanisch im tragenden Wandbaustoff befestigt werden.
Silikatfarben

sind wasserverdünnbare, stark alkalische Anstrichstoffe auf Basis von kieselsäurereichen
Kaliwasserglas.
Aufgrund ihrer hohen Wasserdampfdurchlässigkeit eignen sie sich besonders für mineralische Untergründe, beispielsweise für Putze mit einer hohen Wasserdampfdurchlässigkeit.
Silikatfarben sind auch unter den Namen Wasserglasfarben oder Mineralfarben bekannt.

Im Gegensatz zu den Dispersionsfarben verkleben Silikatfarben nicht mit oder auf dem Untergrund, sondern gehen mit ihm eine chemische Verbindung ein, die auch als Verkieselung bezeichnet wird.
Darin liegt auch ein Nachteil der Silikatfarbe. Sollte die Farbe später entfernt werden, muss
gleichzeitig auch die obere Putzschicht mit abgeschlagen werden.
Siliconharzfarben

werden oftmals auch als Siloxanfarben bezeichnet, da diese Farben Bindemittel aus Siloxanen und Acrylharz besitzen. Aufgrund ihres Aufbaus verdunsten diese Farben nur langsam.
Dies bewirkt, dass sie auf bzw. in dem Baustoff so lange verbleiben, bis günstige Reaktions-
bedingungen für die Bildung des Siliconharzes eintreten. Nach dem verdampfen des Lösemittels entsteht ein dünner Film. Als Grundierung für Siliconharzfarben werden Siliconharzlösungen verwendet.
Siliconharzfarben sind Wasser abweisend und besitzen eine hohe Gas- bzw. Wasserdampf-
durchlässigkeit. Sie können auf allen mineralischen Putzen sowie auf vielen anderen Farben aufgetragen werden
Siliconharzputz

Siliconharzputze gehören zu der Gruppe der Kunstharzputze. Sie bestehen aus unterschiedlich
hohen Dispersions- und Siliconharzanteilen. Infolgedessen sind Siliconharzputze hinsichtlich des Diffusionsvermögens mit Mineralputzen und hinsichtlich der wasserabweisenden Wirkung mit Kunstharzputzen vergleichbar.

Siliconharzputze weisen im Vergleich zu mineralischen oder kunstharzgebundenen Putzen die
besten physikalischen Eigenschaften auf und haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Hinsichtlich ihrer Strukturvielfalt haben sie sich in der Praxis bewährt und genießen einen hohen Stellenwert. Im Vergleich marküblicher Produkte zeigt sich, daß nur hochwertige Siliconharzputze (hoher Siliconharzanteil) den hohen Anforderungen hinsichtlich der Wasserabweisung bei gleichzeitig sehr hoher Wasserdampfdiffusionsfähigkeit gerecht werden können.
Stukkateur

Das Berufsbild des Stukkateurs ist sehr weitreichend.  Zu seinem Hauptaufgabengebieten zählt u.a.:

• Innenputz mit klassischen Techniken und Trockenputz-Verfahren 
• Außenputz und Fassadengestaltung durch Stuck und Farbe 
• Wärme- und Schalldämmung, Brandschutz 
• Moderner Trockenausbau z.B. mit Vorbereitung zur Vorwandinstallation im Sanitärbereich 
• Ausführung von Decken und Wänden
• Bodengestaltung durch Estricharbeiten oder Trockenunterboden
• Schmuck der Innenräume mit Stuckelementen und Renovierung wertvoller, historischer Stuckarbeiten
• Herstellung von Drahtputzarbeiten
Trockenbau

Der Trockenbau gehört mit zu den Putz- und Stuckarbeiten (DIN 18350). Dazu zählen::

• Leichte Trennwände mit Metall- oder Holzständer sowie aus Gips-Wandbauplatten
• Unterdecken, abgehängte Decken, Dämmungen, Auffüllungen und Schüttungen
• Bekleidungen, Unterböden, Doppelböden, Platten  Vorsatzschalen, Unterkonstruktion, Folien
• Dampfsperren, Strahlenschutzverkleidungen und dergleichen

In Verbindung mit diesen Konstruktionen und Arbeiten werden auch
• Zargen, Türen, Fenster,Oberlichter, Revisionsöfnungen, Tragekonstruktionen für sanitäre
• Einrichtungen, Leuchten, Zu- und Abluftleitungen und dergleichen eingebaut
Unterputz

Der Unterputz (auch Grundputz genannt) hat die Aufgabe, größere Unebenheiten der Wandkonstruktion auszugleichen und im Außenbereich den geforderten Feuchtigkeitsschutz sicherzustellen. Der Unterputz sollte eine gewisse Elastizität besitzen, damit kleinere Druck- und Zugspannungen, die aus Bewegungsvorgängen des Baukörpers oder der Putzschicht entstehen können aufgefangen und abgeleitet werden können, ohne dass sich Putzrisse bilden.
Wärmebrücken

(auch als Kältebrücken bezeichnet) sind Stellen in der Gebäudehülle, in denen örtlich begrenzt ein größerer Wärmefluss als im übrigen Bereich an Wand oder Decke auftritt. Diese Stellen können
von der Geometrie des Bauteils her bedingt sein, etwa Außenecken einer Wand, Heizkörpernischen oder Betonkragplatten für Balkone. Materialbedingte Wärmebrücken entstehen durch Baustoffe hoher Wärmeleitfähigkeit, die parallel zum Wärmefluss in einem Bauteil aus einem Material mit einer niedrigen Wärmeleitfähigkeit liegen. Wärmebrücken lassen sich durch konstruktive Maßnahmen zwar nicht immer vermeiden, aber stark abschwächen.
 
Lexikon

Hier werden oft verwendete Begriffe kurz erklärt